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Urknall

Bei der Urknalltheorie handelt es sich derzeit um die geläufige Theorie zur Entstehung des Universums. Der Theorie liegt dabei die Tatsache zugrunde, dass sich die Galaxien im Universum immer weiter voneinander entfernen. Das Universum dehnt sich also aus. Rechnet man nun die Bewegung der Körper zurück, erreicht man einen Zeitpunkt, an dem alle Materie in einem einzigen Punkt, einer sogenannten Singularität, komprimiert war. Dieser Zeitpunkt befindet sich 14,7 Milliarden Jahre in der Vergangenheit und gibt damit gleichzeitig das Alter unseres Universums an.

Über den Zustand vor dem Urknall sowie die ersten Sekundenbruchteile seiner Entstehung können die Physiker nichts aussagen. Denn zu jenen Zeitpunkten galten die physikalischen Gesetze noch nicht. Darüber hinaus entstanden die Zeit selbst sowie die Dimensionen des Raums auch erst mit dem Urknall. Gängige physikalische Theorien lassen sich auf die Entstehung des Universums deshalb nicht anwenden, alle Aussagen zum Urknall selbst sind also reine Spekulation. Die meisten Physiker nehmen darüber hinaus an, dass die vier Grundkräfte, wozu die schwache Kernkraft, die starke Kernkraft, die elektromagnetische Kraft sowie die Gravitation zählen, zu Anfang des Universums in einer einzigen Kraft vereinigt waren und sich erst später in die heutigen vier Kräfte aufteilten. Mit den jetzigen Erkenntnissen der Physik lässt sich über den Anfang des Universums aber kaum etwas mit vollkommener Sicherheit sagen.