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Klonen

Ewiges Leben, das war bisher ein Traum. Wird dieser Traum einmal Wirklichkeit?

Die riesigen Mammuts sind vor etwa 10 000 Jahren ausgestorben. Nun wollen japanische Forscher mit neuesten Methoden der Gentechnik die ausgestorbene Tierart klonen, wieder auferstehen lassen. Es soll aus dem Kadaver eines Mammuts, das bisher in Eis eingeschlossen war, Gewebe entnommen werden. Die Mammutzellkerne werden in die Eizelle eines Elefanten eingeführt. Das Embryo wird in die Elefantenkuh eingesetzt, sie soll es austragen. Ob es gelingen wird? Schließlich waren Elefanten die engsten Verwandten der ausgestorbenen Mammuts. Man könnte dann vieles über Herkunft und Lebensweise der Mammuts erfahren.

Was bedeutet aber Klonen?

Der Begriff ist griechisch und bedeutet: Schößling. Man erhält eine genetisch identische Kopie eines Organismus. Bei Pflanzen und Bakterien kommt das Klonen bereits in der Natur vor, man nennt es Parthenogenese. Bei Menschen entstehen solche Klone, wenn eineiige Zwillinge oder Mehrlinge geboren werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, etwas zu klonen.

Zum einen kam man die Zellen eines im Reagenzglas gezeugten Embryos vereinzeln und neu heranwachsen lassen. Die Mehrlinge sind genetisch identisch.
Beim Nukleustransfer wird eine Eizelle entkernt. Dann injiziert der Forscher den Kern einer Embryonalzelle in die entkernte Eizelle. Die Weiterentwicklung wird durch chemische und elektrische Methoden angeregt, die Eizelle einer Leihmutter eingepflanzt. Wieder ist eine Kopie entstanden!

Es ist bereits gelungen, Tiere zu klonen. Jeder kennt das geklonte Schaf „Dolly“. Es geschah am 5. Juli 1996 bei Edinburgh. Auch dort wurde Nukleustransfer durchgeführt, es entstand ein geklontes Schaf.

In Deutschland und vielen anderen Staaten ist das Klonen von Menschen verboten. Auch wenn Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch geholfen werden könnte, ist es ethisch nicht zu vertreten. Mit dem Klonen wird der Mensch in eine Schöpferrolle versetzt, er würde die Individualität und die Würde des Menschen aufs Spiel setzen. Und wer sollte über Tod oder Weiterleben entscheiden können?